Der Blick zurück. Das Abschiedswinken. Die Rückschau auf ein Leben; auf das eigene, auf das von anderen; auf eine durch Tod oder Trennung – was ist eigentlich schmerzlicher? – beendete Liebesbeziehung. Der Ärger über die Formulierung »Bis dass der Tod euch scheidet«. Als bedeute der Tod des oder der Geliebten wirklich »Trennung«, geschweige denn »Scheidung«. (Tod, wo ist dein Scheidungsanwalt?) Als dürfe noch nicht einmal die Idee des ewigen Miteinanders von Seelen bestehen! Als wäre der Tod ein grauhaariger, leptosomer Jurist, der trocken – ohne jegliche empathische Mimik und einzig mit dem Gedanken an seinen Stundensatz im Kopf – das nicht-mehr-Miteinander zweier Menschen zu Protokoll gibt. Lieber das Ende als amouröse Erfüllung! Der Blick zurück: eh ein immer melancholischer. Wehmut – aber mit Glück und Beruhigung warm durchmischt. Begleitet von Musik, der ohnehin denkbar melancholischsten Kunstform. Für immer. Das Abschiedswinken in der Musik. Zärtlich. Verstummend. Höret in Ruhe in Frieden.
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