Diese Woche in VAN
VAN Festivalguide
»Warum hören die Leute uns nicht reden, wenn wir Lieder singen? Warum gibt es da immer noch diese Barriere?«
Als junge Sängerin fand Sopranistin Annette Dasch über das Lied ihre unverwechselbare Stimme. Ein Gespräch über Rollenbilder, guten Unterricht, Liederabende ohne Posen – und warum »Gretchen am Spinnrade« für sie ein schwieriges Lied ist
Diese Woche in VAN
Kommentar
Was kommt, was bleibt, was fehlt?
Die drei großen Berliner Opernhäuser in ihren Ankündigungen für die kommende Spielzeit
Diese Woche in VAN
Hundert 11
Zertrümmert liegt, was je sie getrennt
Jauchzend grüßt sich das alte Paar: Vereint sind Wagner und Brahms! Die Münchner ›Walküre‹ wirft ihre Schatten voraus, wenn im Berliner Konzerthaus das odd couple des 19. Jahrhunderts aufeinandertrifft
Diese Woche in VAN
Uncategorized
»Ich habe immer das Gefühl, nicht genug getan zu haben.«
Gitarrist Sean Shibe im Porträt
Diese Woche in VAN
Hundert 11
Teuflischer Tritonus, engelsgleiche Gebärde
Severin von Eckardstein, ein angesichts seiner Kunst viel zu unberühmter Pianist, eröffnet das Berliner Klavierfestival
Dirigent:innen Klavier Komponist:innen Kulturpolitik Musik & Politik Musik als Beruf Neue Musik Oper Orchester
Kolumnen
Albrecht Selge
Hundert 11
Besoffen durch Raum und Zeit
An die Jump Cuts des Herrn Janáček wagt sich das kleine, feine Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz: ein ganz schöner Kraftakt, der Würste zum Knacken und Steine zum Schweben bringt
Pausenwein unersehnt
Dieses Schiff säuft nicht ab: Das Takács Quartet verabschiedet nach einem halben Jahrhundert sein letztes Urmitglied, mit einer Tournee, die auch ins Berliner Konzerthaus führt
Freak und Birken
Kurzweil ist nicht gleich Vergnügen in Alfred Schnittkes ›Leben mit einem Idioten‹, einer Neuinszenierung an der Magdeburger Oper, an deren verschwistertem Sprechtheater zugleich ein Tolstoi-Publikumshit läuft
Holger Noltze
The Society of Music
Mittwochabend am Gral
Gibt es gutes Altern auch für Inszenierungen? Wiedersehen mit dem Münchener ›Parsifal‹
Nicht schreien!
Über eine riskante Stelle in Raphaël Pichons neuer Aufnahme von Bachs ›Johannes-Passion‹
Wellness im Neokortex
Die ›F.A.Z.‹ hat festgestellt: Schönheit macht glücklich. Na endlich!
Volker Hagedorn
Rausch & Räson
Piaf und die Gänsehaut
Im Roman ›Die Jahre‹ von Annie Ernaux werden Chansons und Poptitel zum Teil einer Partitur der Jahrzehnte seit dem Zweiten Weltkrieg. Volker Hagedorn sieht darin ein Modell für einen anderen Blick auch auf die ›Klassik‹.
Treffen am Südpol
Musikgeschichte wird immer noch weitgehend zentralisiert geschrieben – rund um die ›Klassik‹ und die Ideologie der Moderne, aufgeteilt in Gehege. Auf den Spuren von Rachmaninow in den 1930ern entdeckt Volker Hagedorn einen berühmten Jazzpianisten. Und anstelle von Genres den Klang einer Zeit.
Die letzte Diva
In der Oper ist bekanntlich alles möglich. Und nach zahlreichen Treffen mit Sänger:innen entstand bei Volker Hagedorn ein Traum, der endlich wahr wurde: eine Begegnung mit der – neben Maria Callas – wohl populärsten Diva des 20. Jahrhunderts
Kunstlied
»›Liederabende sind tot – was machen wir?‹ Diese Diskussion gibt es schon seit fünfzig Jahren!«
Benjamin Appl singt um die 50 Liederabende im Jahr. Wie sieht er die Zukunft dieser Gattung?
»Du glaubst gar nicht, was die da eingebaut haben an Fermaten, großen Girlanden und was weiß ich was.«
Tenor Christoph Prégardien über 200 Jahre ›Die Schöne Müllerin‹, vergessene Texte und seine erste Begegnung mit der historisch informierten Aufführungspraxis.
»Die Sprache war so hart, dass sie das Universum des Konzertsaals zerschlug.«
Bariton Davóne Tines kombiniert Beethovens ›Missa Solemnis‹ mit Eastmans ›Prelude to the Holy Presence of Joan d’Arc‹ und erklärt, wie man sich Eastmans Werke als Sänger überhaupt erarbeiten kann.
Ich kann’s nicht fassen
Schumanns ›Frauenliebe und Leben‹ zwischen zeitlosem Meisterwerk und überholter Männerfantasie
Recherche
Freundliche Übernahme
Der frühere Hedgefonds-Manager und Selfmade-Komponist Alexey Shor erobert jetzt auch die deutsche Orchesterlandschaft.
Du sollst keinen Lehrer haben neben mir
Im Gesangsstudium ist der Weg zum perfekten Zusammenspiel aus Atemkontrolle, Kehlkopfposition und Resonanzempfinden höchst individuell: Längst nicht jede Lehrkraft passt zu jeder Stimme. Studierende nehmen darum Privatunterricht – heimlich, denn »Fremdunterricht« gilt als Tabu
Alles außergewöhnlich
Die Komische Oper veranstaltet einen Musical-Blockbuster im Tempelhofer Flughafen und gibt dafür mehrere Millionen aus. Ermöglicht wird das auch durch einen Sonderetat, dessen Zweck und Verwendung Fragen aufwerfen.
Kirchenmusik
»Ich kann nicht einfach so meinen Bach spielen und damit zufrieden sein.«
Albrecht Koch ist nicht nur Domkantor und Domorganist in Freiberg/Sachsen, sondern auch Präsident des Sächsischen Kultursenats. Ein Gespräch über Reichtum, Traditionen und Zukunft der sächsischen Kulturlandschaft
»Wie ein LKW, der sich durch das Kirchenschiff schiebt.«
Olivier Latry, Titularorganist von Notre-Dame, über die Eröffnungszeremonie und den Klang der Orgel nach dem Wiederaufbau der Kathedrale
Danke nein.
In der Kirche will unsere Autorin durch die erhabene Atmosphäre, die Kunst, die Nähe zum Göttlichen dem Alltäglichen entfliehen. Aber was passiert, wenn die Kirchenmusik versucht, sie genau in diesem Alltag abzuholen?
»Das Suchen nach der Pistole ist mir sehr authentisch gelungen!«
Der blinde Kantor Sebastian Brendel im Gespräch.
Aussteigen
»Ich habe in den letzten zwei Jahren jeglichen Spaß am Singen verloren.«
Die Altistin Dina König hat ihre Gesangskarriere aufgegeben, um als Tramfahrerin für die Basler Verkehrsbetriebe zu arbeiten. Über einen Beruf, der nicht für alle Berufung ist, und das Glück, endlich auszusteigen.
Du mußt dein Leben ändern.
Nach 25 Jahren als »aktive« Sängerin beende ich meine Laufbahn. Über den Abschied von einem Beruf, in dem die Freude zunehmend auf der Strecke geblieben ist
Queraussteigerin
Über den Versuch, mit versehrtem Körper im Opernorchester zu arbeiten, und den schwierigen Entscheidungsprozess beruflicher Neuorientierung als Profi-Musikerin
»Wie kannst Du der Musik den Rücken kehren? Sie ist doch unser Ein und Alles!«
Christoph Altstaedt hat ein Dirigierstudium begonnen, ist dann zu Medizin gewechselt, um schlussendlich doch beide Studien zu beenden. Jetzt arbeitet er als Dirigent und Anästhesist, jeweils in Teilzeit. Ein Gespräch über den Ausstieg aus dem Musikstudium und Schieflagen der Musiker:innenausbildung.
»Ich habe für meine Beerdigung schon die Playlist vorbereitet.«
Von der Dramaturgin und Online-Redakteurin zur Bestatterin: Renske Steen über nicht funktionierendes Klassik-Streaming, übers Sterben, alternative Bestattungen – und was man tun kann, damit nicht Musik von Max Richter bei der eigenen Beerdigung läuft
Essay
Mahler statt Rosinen
Die Aufmerksamkeitsspannen werden immer kürzer. Wird das klassische Konzert zum nächsten Opfer – oder kann es die Rettung sein?
Vielleicht habe ich nicht genug getan
Am 6. September enden die diesjährigen Bachfesttage in Köthen. Als der letzte Ton verklungen ist, steht die AfD als Wahlsieger fest. Aufzeichnungen aus der Zukunft
Trugschluss
Die Stille vor dem Schlussapplaus wird von vielen Dirigenten immer länger gehalten. Dabei ist sie ein kostbares, gefährliches Werkzeug. Entsprechend sorgsam sollte damit umgegangen werden.
Bartók und Janáček an der Weggabelung zum Totalitarismus
Zwei Werke aus der Spätphase der Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie: Janáčeks ›Taras Bulba‹ macht sich die Stammesideologie der Zeit zu eigen, Bartóks ›Holzgeschnitzter Prinz‹ widersetzt sich ihr. Wie funktioniert das musikalisch?
Interview
Entscheidend ist nicht welche Musik, sondern wie wir sie hören
Macht Mozart schlau? Warum haben wir Ohrwürmer? Und hat Musikunterricht wirklich ›Transfereffekte‹ auf Konzentrationsfähigkeit, Sozialverhalten und Intelligenz? Ein Interview mit dem Neurowissenschaftler und Psychologen Lutz Jäncke
»Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass Anima stirbt.«
Midori Seiler, neue künstlerische Leiterin von Anima Eterna Brugge, über den Bruch und die Versöhnung mit Gründer Jos van Immerseel, die Neuerfindung des Ensembles und den Unterschied zwischen schöner und korrekter Aufführung
»Ich bin lieber in seltsamen Dingen zu Hause.«
Stefan Goetsch aka Hainbach über Tonbandschleifen, rare Synthesizer, Drum-Computer und ungewöhnliches Testequipment – und wie daraus Performances mit Ensembles und Soundtracks für Filme wie ›Amrum‹ werden
»Ich wollte nie von einem Konzert zum nächsten reisen, das ist für mich eine Hölle.«
Die Pianistin Anna Vinnitskaya im Interview
»Es bleibt ein ganz großes Rätsel.«
Julia Kerrs Oper ›Der Chronoplan‹ wird etwa 90 Jahre nach ihrer Entstehung am Staatstheater Mainz uraufgeführt, vervollständigt und in Teilen instrumentiert von Norbert Biermann. Ein Gespräch über Kerrs Tonsprache und ihre Entwicklung als Künstlerin, die durch die Flucht vor den Nationalsozialisten abrupt endete
»Wir haben nichts zu beherrschen.«
Als Gesangsstudentin kam Jinok Kim 1978 nach Deutschland. Eine Stimmkrise beendete ihre Karriere als Sängerin – sie widmete sich Keramik und koreanischer Küche und eröffnete mit 66 Jahren eines der spannendsten Restaurants Berlins.
















